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Warum der PV-Lead-Markt kaputt ist – und wie wir es anders machen

Laurin Korinthenberg·4. Juni 2026·5 Min. Lesezeit

Ein offener Blick auf geteilte Leads, Vorkasse-Modelle und die Frage, wer eigentlich das Risiko trägt. Warum das klassische Modell strukturell scheitert – und welches Prinzip wir bewusst dagegensetzen.

Ich habe in den letzten Jahren mit vielen Solarbetrieben gesprochen, die von Lead-Anbietern enttäuscht wurden. Das Muster ist fast immer dasselbe: viel versprochen, wenig geliefert – und das volle Risiko lag beim Handwerker. Das ist kein Zufall und kein Einzelfall. Es ist die direkte Folge eines Modells, das von Grund auf falsch konstruiert ist.

Das Grundproblem: falsch verteiltes Risiko

Im klassischen Lead-Markt zahlt der Betrieb vorab – pro Lead oder als monatlicher Retainer. Ob daraus Aufträge werden, ist allein sein Problem. Der Anbieter hat sein Geld längst, unabhängig von der Qualität. Damit ist der zentrale Anreiz falsch gesetzt: Der Anbieter wird für Masse belohnt, nicht für Ergebnisse.

Schlimmer noch: Dieselbe Anfrage wird oft gleich mehrfach verkauft. Aus einem interessierten Hausbesitzer wird so ein genervter Kontakt, der von vier oder fünf Betrieben gleichzeitig angerufen wird. Wer hier gewinnt, hat nicht das beste Angebot – sondern den schnellsten Finger. Qualität spielt kaum eine Rolle.

Wer trägt das Risiko?
Klassisches Lead-ModellErfolgsbasiertes Modell
BezahlungVorkasse / Retainerpro qualifizierter Anfrage
Lead-Verteilungan mehrere Betriebeexklusiv an einen
Risikobeim Betriebbeim Anbieter
Anreiz des AnbietersMasse verkaufenErgebnisse liefern
Wir verkaufen Ihnen keine Hoffnung, sondern ein System, das exklusive Anfragen bringt – und für das Sie nur zahlen, wenn es liefert.

Die drei Symptome eines kaputten Markts

Wenn die Anreize falsch stehen, zeigen sich vorhersehbar dieselben Symptome – und genau die haben so viele Betriebe erlebt:

  • Vertrauensverlust: „Lead-Anbieter“ ist zum Schimpfwort geworden, weil zu viele Betriebe schlechte Erfahrungen gemacht haben.
  • Preiskampf nach unten: Wer Masse verkauft, muss billig sein – und billige, geteilte Leads sind fast wertlos.
  • Kein Vertrauen, keine Bindung: Ohne echte Ergebnisse hält niemand lange durch, und der nächste enttäuschte Betrieb steigt aus.

Die Marktbereinigung ist die Quittung

Diese Schwächen bleiben nicht folgenlos. Nach dem Boom häufen sich Insolvenzen und Rückzüge – im Q3 2024 lag die Zahl der Insolvenzen so hoch wie seit 2010 nicht, und selbst bekannte Namen wie Zolar haben das Endkundengeschäft eingestellt. Der Markt sortiert sich neu. Er belohnt jetzt etwas anderes als im Boom: professionelle, planbare Kundengewinnung statt bloßem Zulauf.

Für die verbliebenen Anbieter im alten Modell verschärft das die Lage zusätzlich: Weniger kaufbereite Hausbesitzer bedeuten, dass dieselben Leads noch häufiger geteilt werden müssen, um die Mengenversprechen zu halten. Die Qualität sinkt also genau dann, wenn sie am wichtigsten wäre. Das ist die Abwärtsspirale, in der viele Betriebe gerade stecken.

Was das konkret für Ihren Betrieb bedeutet

Bleiben wir nicht abstrakt. Im kaputten Modell zahlen Sie für einen Kontakt, der mit drei bis vier anderen Betrieben geteilt wird – und der deshalb mit 3 bis 8 Prozent abschließt. Sie telefonieren also viel, fahren raus, schreiben Angebote, und am Ende bleibt ein Bruchteil hängen. Ihre teuerste Ressource, die eigene Zeit, verpufft in der Nachverfolgung von Kontakten, die nie für Sie reserviert waren.

Eine exklusive, vorqualifizierte Anfrage dreht dieses Verhältnis um. Sie liegt eher bei 10 bis 18 Prozent Abschluss – nicht, weil der Interessent ein anderer Mensch ist, sondern weil er nur mit Ihnen spricht und Sie zuerst da sind. Derselbe Aufwand, ein Vielfaches an Ergebnis.

Was Exklusivität bei der Abschlussquote ausmacht
Geteilte Leads8%
Exklusive Anfragen18%
Quelle: Branchenerfahrung

Und es geht nicht nur um die Quote. Wer planbar exklusive Anfragen bekommt, kann Personal und Auslastung verlässlich steuern, statt zwischen Funkstille und Überlastung zu pendeln. Genau diese Planbarkeit ist es, die im neuen Markt über das Überleben entscheidet – nicht die schiere Menge an Kontakten.

Wie wir es anders machen

Wir haben uns bewusst gegen das kaputte Modell entschieden. Statt Ihnen Rohdaten zuzuwerfen, bauen wir Ihnen die komplette Lead-Infrastruktur auf – Landingpages, Tracking, Funnel, Automatisierung – und betreiben die Werbung in Ihrer Region. Sie zahlen nur die Werbeanzeigen und eine feste Summe je qualifizierter Anfrage. Jede Anfrage geht exklusiv an Sie, an niemanden sonst.

  • Exklusiv: eine Anfrage, ein Betrieb. Nie geteilt.
  • Erfolgsbasiert: kein Retainer, keine Vorkasse – Sie zahlen pro qualifizierter Anfrage.
  • Komplette Infrastruktur: Sie müssen nicht zum Marketing-Experten werden, das System läuft für Sie.
  • Risiko bei uns: Wir kennen uns noch nicht – deshalb müssen wir liefern, bevor Sie sich binden.

Das ist für uns kein Marketing-Spruch, sondern die Grundlage, auf der das Ganze überhaupt funktioniert. Ein Modell, das nur dann verdient, wenn der Kunde Ergebnisse sieht, kann es sich gar nicht leisten, schlechte Anfragen zu liefern. Genau diese Selbstverpflichtung fehlt im klassischen Lead-Markt – und genau deshalb ist er kaputt.

Der Markt belohnt jetzt etwas anderes als im Boom: professionelle, planbare Kundengewinnung statt Zulauf.

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